GSuite – Ein Erfahrungsberich

GSuite – Ein Erfahrungsbericht

Einleitung

Dieser Artikel beschreibt warum ich troz wachsender Bedenken im Bereich der Privatsphäre im moment zahlender Kunde von Google bin.

Ausgangslage

Ende 2016 hatte ich für eine Zeit von ca. 3 Wochen keine E-Mails weil der E-Mail-Server den ich bei mir zuhause betrieben habe in Folge Hardware-Ausfalls nicht zur verfügung stand. Ich hatte bereits davor einige Ausfälle die wegen Netzwerkproblemen, fehlgeschlagenen Updates, Konfigurationsänderungen und Änderungen an SMTP-Passwörtern aufgetreten sind. Zu dem Zeitpunkt des Ausfalls hatte ich jedoch mehrere Wochen nur wenig Zeit und konnte mich nicht um das Problem kümmern. Dieser Ausfall mit den ständigen Aufwänden zur Pflege meines Servers haben mich dazu bewogen meine E-Mails wieder in Hände zu geben, in welchen sich jemand anderes um technische Probleme kümmen muss. Ausserdem ist der Berieb eines eigenen SMTP-Server aufgrund der damit verbunden E-Mail-Server-Reputations-System immer aufwendiger geworden und ich hatte immer wieder das Problem das Mail-Server von Firmen, Behörden oder grossen Anbietern meine Mails abgelehnt haben. (Nicht weil mein Server SPAM-Versendet sonder einfach weil mein Server kein Team hat das sich um dessen „Ruf“ kümmert.

Anforderungen

Die Anforderungen für meinen neuen-E-Mail-Anbieter waren wie folgt:
– Nativer Push-Support für iOS + Mindestens eine App für Android
– Web-Interface
– Datenschutzerklärung muss erklären das die Daten nicht weiter verkauft oder ausgewertet werden
– Support für eigene Domain und mindestens 10 Aliase pro Account
– IMAP-Zugriff via TLS
– Optional: PGP-Support im Web und in App
– Optional: Synchronisation für Kalender und Kontakte

Warum GMail am Ende

Nach langer Suche und dem durchlesen von vielen AGBs, Spezifikationen und vielen Trial-Accounts waren am Ende noch zwei Anbieter übrig:

  1. Mailbox.org
  2. Google

Der entscheidende Punkt am Ende war das Google eine grosse Firma ist (Geringe Gefahr von Insolvenz und hohes Kapitel sich um den „Ruf“ seiner E-Mail-Server zu kümmern), das gute Web-Interface, die gute Integration in viele Apps und Betriebssysteme (iOS, Win10, MacOS), den integrierten Kalender, die Android App und folgendes Zitat in den Geschäftsbedingungen von Google:

Im Gegensatz zu den Verbraucherangeboten von Google, in denen Anzeigen präsentiert werden können, werden Ihre G Suite-Daten nicht für Werbezwecke erfasst, durchsucht oder verwendet. Außerdem erscheinen in den Hauptdiensten von G Suite, G Suite for Education oder Government keine Anzeigen. Wir nutzen Ihre Daten ausschließlich, um die G Suite-Dienste und damit verbundene Systemfunktionen bereitzustellen, darunter Spamfilterung, Virenerkennung, Rechtschreibprüfung, Kapazitätsplanung, Traffic-Routing und die Suche nach E-Mails und Dateien in einem einzelnen Konto.

Apendix

Meine E-Mail-Geschichte

  1. 1995 – E-Mail-Konto auf der Domain meines Vaters
  2. 2005 – Eigenes E-Mail-Konto bei GMail
  3. 2007 – Eigener Microsoft-Exchange Server zuhause im Keller mit eigener Domain (eberli.me), MX-Record auf DynDNS zuhause
  4. 2014 – Auszug von Zuhause, Umzug von Exchange auf den Mail-Server in meinem Synology NAS, MX-Record auf DynDNS zuhause
  5. 2015 – Suche nach Exchange-Alternative mit Mail, Kontakte und Kalender Synchonisation, Diverse Produkte aus Open-Source-Späre
  6. 2017 – Anmeldung bei GSuite mit eigener Domain (eberli.me)

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